Die Autobahn Yinchuan-Kunming (G85) beginnt in Yinchuan (Provinz Ningxia) und endet in Kunming (Provinz Yunnan). Sie ist 2322 Kilometer lang und eine der Nord-Süd-Verbindungen im Nationalen Autobahnnetzplan. Die Nord-Süd-Route durchquert das Kerngebiet des chinesischen Hinterlandes und hat einen bedeutenden stromlinienförmigen Einfluss auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der westlichen Binnenregion.
Das Projekt des Autobahnabschnitts Yinchuan-Kunming (G85) Ningxia-Taiyangshan-Pengyang mit einer Gesamtlänge von 236 Kilometern ist das größte Einzelinvestitionsprojekt im Verkehrssektor der Provinz Ningxia. Anhui Huanrui übernahm in diesem Projekt die Planung, Lieferung und Inbetriebnahme der elektrischen Feuerlöschanlagen für die Tunnelgruppen Dazhaiyuan, Shibaozi, Xiling, Ankou, Shenyu und Shengli.
Die klimatischen Bedingungen am Projektstandort weisen eine extreme Mindesttemperatur von -30,2 °C auf. Das Tunnellöschsystem erstreckt sich über das gesamte Tunnelsystem und wird vollständig mit Wasser gespült. Im Winter besteht Frostgefahr, was zu Rohrexplosionen und damit zu Gefährdungen der Fahrsicherheit führen kann. Im Brandfall sind Löscharbeiten nicht möglich.
Elektrisches Ortungssystem für Brandmeldeanlagen im Huanrui-Tunnel in Anhui
Aufgrund der Umgebungstemperatur im Tunnel ist die Temperatur im Inneren des besonders langen Tunnels höher als außerhalb. Mit zunehmender Entfernung vom Tunneleingang nimmt der Einfluss der Temperatur im Tunnelinneren jedoch ab. Für dieses Projekt empfiehlt unser Unternehmen die segmentierte Verlegung. Das dreiadrige Konstantleistungs-Begleitkabel der Serie RDC3-J3 wird in der Rohrleitung außerhalb des Tunnels und innerhalb von 1000 m vom Tunneleingang in Längen von 800 bis 1250 m verlegt. Dieses Begleitkabel eignet sich zur Isolierung und Begleitheizung von Fernleitungen. Es zeichnet sich durch eine große Abstrahldistanz, eine konstante und gleichmäßige Heizleistung und eine Lebensdauer von über 20 Jahren aus. Daher ist es die bevorzugte Begleitheizungsmethode für den Brandschutz in Tunneln über lange Strecken.
In diesem Projekt werden elektrische Begleitheizungs-Steuerschränke im Umspannwerk innerhalb und außerhalb des Tunnels installiert. Die Stromversorgung erfolgt über den Niederspannungsverteiler des Umspannwerks. Von den Steuerschränken werden Konstantstrom-Begleitheizungskabel zum Brandschutzleitungsnetz innerhalb und außerhalb des Tunnels verlegt. An jeder Leitung sind Temperatursensoren angebracht. Die Steuerschränke übermitteln Temperatur- und Steuersignale zur zentralen Steuerung über den industriellen Ethernet-Switch des Tunnelüberwachungssystems an die Tunnelüberwachungszentrale.
Dieses elektrische Begleitheizungssystem mit Fernsteuerung liefert Echtzeit-Temperaturdaten sowie Alarme bei zu hohen und zu niedrigen Temperaturen direkt vor Ort und kann Thermometer-Alarmsignale an den Überwachungsraum übertragen. Von dort aus lassen sich das System starten und stoppen sowie die Temperaturparameter anpassen.
Die vor Ort befindliche Steuereinheit der elektrischen Begleitheizung übermittelt die Überwachungstemperatur und andere Daten, die die Integrität der elektrischen Begleitheizungsleitung widerspiegeln können, über den industriellen Ethernet-Switch des Tunnelbrandschutzsystems an die Brandmeldezentrale der Tunnelmanagementstation.